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Handreinigung: Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Hartmut H. Frenzel20.07.2017

Beschäftigen Sie sich jetzt noch einmal mit dem Thema Handreinigung, so können Sie etwas für die Gesunderhaltung Ihrer Mitarbeiter und gleichzeitig für die Umwelt tun. Wie das geht, erfahren Sie hier!

Übrigens, die Idee dieses Thema auf die Website zu nehmen, stammt nicht von mir, sondern aus dem Arbmednet. Vielen Dank für die Anregung.

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Einkauf und fragen dort nach den Jahresmengen an Mitteln für den Hautschutz (Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege). Sie werden feststellen, dass es sich immer um große Mengen handeln wird (je nach Gewerbezweig und Unternehmensgröße natürlich unterschiedlich). Das heißt aber auch, dass es sich lohnt, sich diesem Thema neu zu widmen.

Konventionelle Handwaschpasten arbeiten mit Kunststoffreibekörpern (z.B. PU) und verstärken somit das Mikroplastik-Problem in den Gewässern weltweit. Die mikroskopisch kleinen Teile können von Kläranlagen nicht vollständig herausgefiltert werden.

Das haben auch Hersteller von betrieblichen Handreinigungsmitteln erkannt und bieten deshalb vermehrt Produkte zur Reinigung bei starken Verschmutzungen mit alternativen Reibpartikeln an.

Alternativen sind Reiniger u. a. mit (aphabetisch, ohne Wertung):

  • Kork
  • Olivenkernmehl
  • Rizinus-Wachsperlen
  • Walnussschalenmehl

Bei der Auswahl eines neuen Produkts, das man selbstverständlich von den Beschäftigten testen und bewerten lassen sollte, sind neben den Reibpartikeln weitere Aspekte zu berücksichtigen, z. B. die verwendeten Tenside, Rückfetter, Parfumstoffe (möglichst parfumfreie Produkte einsetzen!), Konservierungsstoffe, Einsatzmöglichkeit in Spendern.

Denken Sie bitte immer daran, dass ein Reiniger mit Reibkörpern nur bei starken Verschmutzungen zu verwenden ist. Deshalb ist es wichtig, dass auch immer noch ein weiterer Reiniger für leichte Verschmutzungen den Beschäftigten zur Verfügung steht.

Und damit die Beschäftigten nicht die Produkte verwechseln, gehört auch immer ein Hand- und Hautschutzplan vor Ort dazu.

Wer sich intensiver mit dem Thema Hautreinigung im Allgemeinen beschäftigen möchte, den verweise ich auf die Broschüre Nr. 10 des Bundesverbandes Hautschutz e.V. - Hautreinigung.

Eine gute Checkliste zu Organisations-und Hygienemaßnahmen "Haut" - Mindeststandards finden Sie im Schutzleitfaden 120 der BAuA.

Sie sehen, es lohnt sich jetzt, sich das Thema Hautreinigung noch einmal genauer anzuschauen - auch unter dem Aspekt des Umweltschutzes.


Haben Sie Fragen, so zögern Sie bitte nicht, mich zu kontaktieren.

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Eignungsuntersuchungen

Hartmut H. Frenzel30.01.2017

Gerade noch habe ich einen Thread zum Thema Eignungsuntersuchungen gelesen; mehrere Betriebsärzte diskutieren das Thema Eignungsuntersuchung G 25 und FeV.


Ich selbst erlebe das auch immer wieder bei meiner Tätigkeit als Sicherheitsfachkraft: Betriebsärzte machen hinsichtlich der G-25-Untersuchung weiter wie bisher. Was heißt. das in der Praxis? Antwort: Schematische Durchführung von Reihenuntersuchungen aufgrund Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe (z.B. Kranführer, Staplerfahrer).

Dabei hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereits 2014 eine Stellungnahme zu dem Thema veröffentlicht.

Zum Thema Eignungsuntersuchungen

Ich zitiere: "2. Eignungsuntersuchung im bestehenden Beschäftigungsverhältnis
Im bestehenden Beschäftigungsverhältnis darf der Arbeitgeber den Nachweis der gesundheitlichen Eignung nur verlangen, wenn ein solcher Nachweis erforderlich ist. Dies kann entweder dann der Fall sein, wenn die (regelmäßige) Erbringung dieses Nachweises durch Rechtsvorschriften vorgeschrieben ist (beispielsweise in § 48 der Fahrerlaubnisverordnung oder § in 10 der Druckluftverordnung) oder die Erbringung dieses Nachweises im Einzelfall aus anderen Gründen erforderlich ist. Letzteres setzt einen konkreten Anlass voraus. Dieser kann sich insbesondere daraus ergeben, dass sich aufgrund konkreter Anhaltspunkte Zweifel am (Fort-)Bestehen der Eignung des Beschäftigten ergeben. ... Anlasslose Eignungsuntersuchungen dürfen also auch im Arbeitsvertrag nicht vereinbart werden. An den aufgezeigten Vorgaben muss sich auch eine Betriebsvereinbarung messen lassen. Auch eine Betriebsvereinbarung kann daher regelmäßig keine anlasslose routinemäßige Eignungsuntersuchung im laufenden Beschäftigungsverhältnis begründen."

Wer jetzt auf die Idee kommt, die G 25 aufgrund einer Gefährdungsbeurteilung zu veranlassen, muss sich in der Stellungnahme eines Besseren belehren lassen: "Schließlich ist auch die Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz kein geeignetes Instrument zur Begründung von Eignungsuntersuchungen. Die Gefährdungsbeurteilung ist arbeitsplatz- bzw. tätigkeitsbezogen und grundsätzlich unabhängig von der dort tätigen Person durchzuführen. Eignungsuntersuchungen sind keine aus der Gefährdungsbeurteilung ableitbaren Arbeitsschutzmaßnahmen."

Mein Wunsch: Betriebsärzte widmen sich wieder mehr den Aufgaben gemäß § 3 des ASiG und verzichtet auf anlasslose Eignungsuntersuchungen (Die Ressource Betriebsarzt ist leider sehr knapp). 

Für die Beantwortung Ihrer Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.                                       

Dr. Hartmut H. Frenzel - Der Nachhaltigkeitsberater

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